Kurzbeschreibung
In der modernen Architekturforschung sind strukturierte, gut zugängliche Daten eine zentrale Voraussetzung für wissenschaftlichen Fortschritt. Gleichzeitig fehlt es häufig genau an diesen: Daten liegen unstrukturiert vor, sind schwer auffindbar oder aufgrund ungeklärter Rechte und fehlender Standards kaum nutzbar. Besonders visuelle Daten – wie Zeichnungen oder CAD‑Modelle – stellen Forschende vor zusätzliche Herausforderungen. Das Ergebnis sind fragmentierte Datenbestände, ineffiziente Arbeitsprozesse und eine geringe Sichtbarkeit wertvoller Forschungsergebnisse.
Das Projekt Architectural Research Data Management Pipeline (ARDMP) setzt genau hier an. Aufbauend auf dem NFDI4ING‑Seed‑Fund‑Projekt „RDM-Workflows for Construction Engineering and Architecture“ entwickeln wir eine niedrigschwellige Webanwendung, die Forschende dabei unterstützt, ihre Daten effizient zu managen und gemäß den FAIR‑Prinzipien bereitzustellen.
Was die ARDMP leistet
Die Pipeline integriert bestehende Services der NFDI und ermöglicht es, Forschungsdaten:
- kontrolliert in vernetzte Wissensgraphen zu überführen
- mit Normdaten anzureichern
- als FAIR Digital Objects zu publizieren
Damit schafft sie eine durchgängige, praxisnahe Lösung für den gesamten Forschungsdaten‑Lebenszyklus – von der Erfassung bis zur Veröffentlichung.
Ziele des Projekts
Die ARDMP verfolgt zwei zentrale Ziele:
- Effizientes Datenmanagement ermöglichen: Durch Workflows, Templates und automatisierte Prozesse sollen Forschende Daten, Dateien und Quellen leichter strukturieren und in hoher Qualität bereitstellen können.
- Praxisnahe Lösungen entwickeln: Die Pipeline entsteht in enger Zusammenarbeit mit Forschenden und NFDI‑Diensten, um sicherzustellen, dass sie den tatsächlichen Anforderungen der Community entspricht.
Projektstatus
laufend, 01.01.2026 – 31.12.2028
Projektbeteiligte der ULB
Kooperationen
Prof. Achim Menges, Institute for Computational Design and Construction, Universität Stuttgart (Tobias Schwinn und Hana Svatos-Raznjevic )
Weitere Informationen
Förderung
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)