Universitäts- und Landesbibliothek
Ausstellung: Der Mensch als Weltgestalter
Die Anthroposphäre in Karte und Bild
Der Mensch nimmt schon seit langer Zeit Einfluss auf seine Umwelt. Seine Gestaltungsmacht nahm im Lauf der Zeit zu. Heute wird diskutiert, ob er sogar eine geologisch wirksame Kraft ausübt und die Umweltveränderungen zerstörerische Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit haben werden. Die Ausstellung zeigt vier Stationen dieses Wegs vor dem Beginn der großtechnischen Umformung der menschlichen Welt in der Moderne. Auf Bildern in Handschriften, frühen Drucken, aber auch auf Siegeln, Postkarten und Karten vom 13. bis 19. Jahrhundert werden Einflusszonen menschlicher Weltgestaltung erkennbar, sogenannte „Anthroposphären“. Zugleich werden damit Meistererzählungen der menschlichen Weltaneignung in ihrer Ambivalenz dargestellt.
Wann?
30. Mai bis 30. August 2026
Wo?
ULB Stadtmitte
S1|20, UG
Magdalenenstraße 8
64289 Darmstadt
Geöffnet täglich außer an gesetzlichen Feiertage 8:00 -20:00 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter
Eine Ausstellung des Fachgebiets Mittelalterliche Geschichte der TU Darmstadt (Prof. Dr. Gerrit J. Schenk) in Zusammenarbeit mit der ULB Darmstadt
Kontakt
Zu Beginn wird die biblische Schöpfungsgeschichte gezeigt, die das christliche Weltbild lange Zeit prägte. Der Mensch macht sich nach der Vertreibung aus dem Garten Eden die Erde untertan und schafft sich seinen eigenen Garten. Die zweite Station macht deutlich, wie Städte als wohnliches und wehrhaftes Gehäuse menschlichen Lebens allmählich auf das Umland ausgreifen. Die dritte Station thematisiert, wie gedachte Zusammenhänge von Mikro- und Makrokosmos auf die Wahrnehmung, Deutung und Vermessung der Welt und des Kosmos einwirkten. Abschließend wird am Beispiel von nahen und fernen Kulturlandschaften gezeigt, wie der Mensch bereits vor der Moderne seine Umwelt als zweite, für seine Zwecke und Absichten umgeformte Natur gestaltete.
Tags
ULB, Institut für Geschichte, Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte, Professor Gerrit J. Schenk, Fachbereich 2, Ausstellung, ulb-regional