Höhepunkte des Herbsttreffens des FDM-Netzwerks der TU Darmstadt

04.12.2025

Von Bildverwaltung über die Dokumentation der Ausführung von Python-Skripten bis hin zu relationalen Datenbanken – das Herbsttreffen deckte ein breites Spektrum an Themen ab.

Am 25. November 2025 fand das Herbsttreffen des FDM-Netzwerks statt, bei dem es Neuigkeiten von TUdata und drei interessante Vorträge mit Diskussionen zu verschiedenen FDM-Themen gab.

Vortrag 1: Alexander Rapp: OMERO für die Verwaltung von (mikroskopischen) Bilddaten

OMERO (Open Microscopy Environment) ist ein Tool zur Verwaltung von Bilddaten, einschließlich sehr großer Dateien, das viele Dateiformate verarbeiten und on-the-fly konvertieren kann. Obwohl es ursprünglich aus der Mikroskopie stammt, hat es mittlerweile viele andere Anwendungsbereiche, darunter Fotos aus Feldstudien und georäumliche Bilddaten. Ein zentraler Dienst für die RMU befindet sich derzeit in der Entwicklung (Alpha-Phase). Weitere Informationen sind an der Goethe-Universität erhältlich.

GU OMERO-Projekt: https://www.ub.uni-frankfurt.de/forschungsdaten/omero.html

Vortrag 2: Johannes Mich: Verwaltung von transienten Daten und Code auf Basis der Dublin-Core-Terminologie

Simulations-Workflows erfordern insbesondere in der frühen Entwicklungsphase viel Trial-and-Error sowie regelmäßige Anpassungen. Dies betrifft nicht nur die Kernsimulationssoftware, sondern auch andere Workflow-Schritte wie die Nachbearbeitung. Diese Schritte müssen – idealerweise automatisiert – gut dokumentiert werden. Zu diesem Zweck ist PyDuCo eine Python-Bibliothek, um Python-Objekte mit Metadaten mithilfe von Dekoratoren auszustatten. Das Metadatenschema basiert auf der Dublin-Core-Terminologie. Aus den während der Skriptausführung gesammelten Metadaten können Berichte in Markdown für Dokumentationszwecke generiert werden.

pyDuCo git Repositorium: https://git.rwth-aachen.de/pyduco/pyduco

Vortrag 3: Dominik Demuth: Verwaltung und Veröffentlichung relationaler Forschungsdatenbanken mit DBRepo

Relationale Datenbanken werden häufig verwendet, um Forschungsdaten und Metadaten in einer stark strukturierten Form zu sammeln und zu speichern. Der Betrieb solcher Datenbanken auf selbst gehosteten Systemen kann in der schnelllebigen und projektlastigen Umgebung der akademischen Wissenschaft eine erhebliche Herausforderung für die Nachhaltigkeit und langfristige Verfügbarkeit darstellen. Die Software DBRepo wird als Lösung für dieses Problem entwickelt und bietet die Möglichkeit, relationale Datenbanken als zentralen Dienst zu hosten, eine REST-API hinzuzufügen, sie versionskontrolliert zu veröffentlichen und DOIs einer bestimmten Version in sich ändernden Datenbanken zuzuordnen. Die ULB Darmstadt wird mit DFG-Förderung Anfang 2026 mit dem Aufbau eines Dienstes zum zentralen Hosting relationaler Datenbanken mit DBRepo beginnen.

Hintergrund:

Das FDM-Netzwerk ist die Plattform der FDM-Beauftragten der TU Darmstadt zum Austausch über Themen des Forschungsdatenmanagements. Die Richtlinien der Universität zum Umgang mit digitalen Forschungsdaten verlangen von allen Arbeitsgruppen, einen RDM-Beauftragten zu benennen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite FDM-Beauftragte.