Datenmanagementplanung

Datenmanagementplanung im Maschinenbau

Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt und die Universitätsbibliothek der RWTH Aachen gewinnen Preisgeld im Ideenwettbewerb zur „Wissenschaft im digitalen Wandel“ des Forschungszentrums Jülich im Rahmen eines Forschungsvorhabens des BMBF. Das prämierte Konzept dieser erfolgreichen Kooperation hat die Unterstützung der Datenmanagementplanung für wissenschaftliche Disziplinen im Bereich des Maschinenbaus zum Ziel.

Forschungsdaten sind in allen Disziplinen zu einem wichtigen Thema geworden. Sie machen Forschungsergebnisse nachvollziehbar und werden zur Grundlage neuer Fragestellungen. Zu diesem Zweck müssen sie jedoch aufbereitet, beschrieben verzeichnet, verlässlich gespeichert und zugänglich gemacht werden. Das alles sind Maßnahmen, die unter dem Begriff Datenmanagement zusammengefasst werden.

Ein bewusstes und nachhaltiges Datenmanagement wird heutzutage erwartet und entsprechend werden an allen Universitäten und in allen Fachgebieten entsprechende Strukturen und Dienste aufgebaut und die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit den erforderlichen Methoden und Verfahren vertraut gemacht. Die RWTH Aachen und die TU Darmstadt sind führend im Maschinenbau und haben deshalb dieses Fachgebiet gewählt, um Fort- und Weiterbildungsangebote für die neuen Herausforderungen zu entwickeln.

  • Was bedeutet gutes Datenmanagement im Maschinenbau und was sind Kriterien für die Qualität von wissenschaftlichen Daten in diesem Bereich?
  • Wie müssen Vorlagen und Hilfetexte zur Datenmanagementplanung aussehen, damit sie sich als brauchbares Instrument zur Qualitätssicherung des Datenmanagements im Maschinenbau erweisen?

Unter Einbeziehung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Maschinenbaus an den Standorten Aachen und Darmstadt sollen Antworten auf diese Fragen erarbeitet und in fachspezifischen Datenmanagementplanvorlagen umgesetzt werden.

Was sind Datenmanagementpläne?

Datenmanagementpläne dokumentieren den Umgang mit Forschungsdaten im Rahmen von Forschungsprojekten und über die Projektlaufzeit hinaus. Sie haben sich als Planungs- und Prozessinstrument im Forschungsdatenmanagement bewährt und finden immer weitere Verbreitung – nicht zuletzt durch die einschlägigen Vorgaben von Forschungsförderern. Vorlagen und Fragenkataloge zur Erstellung von Datenmanagementplänen leiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler strukturiert durch alle relevanten Themen des Datenmanagements.

Softwareunterstützung für Datenmanagementpläne

Um die Erstellung von Datenmanagementplänen durch eine Webanwendung zu unterstützen, die das Verwalten, die nachhaltige Pflege sowie das kollaborative Bearbeiten unterstützt, setzt die TU Darmstadt auf die Software Research Data Management Organizer (RDMO), deren Stärke auch in der Austauschbarkeit und Anpassbarkeit von Vorlagen liegt. RDMO ist Ergebnis eines DFG-Projekts, das 2017 in die zweite Förderphase ging. In Deutschland entwickelt sich derzeit eine rege RDMO-Anwender-Gemeinschaft. An der TU Darmstadt befindet sich das darauf beruhende Webtool TUdmo derzeit im Testbetrieb, inkl. einer TU-spezifischen Vorlage, die bei der Planung des Datenmanagements hilft.

Die Strukturen und Dienste für das Forschungsdatenmanagement werden an der RWTH Aachen und der TU Darmstadt kooperativ von den Rechenzentren und Bibliotheken entwickelt und implementiert. Das Projekt „Datenmanagementplanung im Maschinenbau“ wird von der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt und der Universitätsbibliothek der RWTH Aachen durchgeführt, die damit die Kooperation ihrer Universitäten stärken, Synergien schaffen sowie Voraussetzungen und Verfahren zur Nachnutzung von Daten schaffen und erproben werden.

Weiterführende Links:

Ideenwettbewerb zur „Wissenschaft im digitalen Wandel“: http://www.wissenschaft-im-digitalen-wandel.de

Referat Forschungsdaten an der ULB: www.ulb.tu-darmstadt.de/fdm

TU Data Management Organizer (TUdmo): https://tudmo.ulb.tu-darmstadt.de

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