Schätze der Bibliothek

Schätze der Bibliothek: Gero-Codex und Goldene Bulle

In jüngster Zeit erweckten zwei Handschriften der umfangreichen Sammlungen der ULB erhöhtes öffentliches Interesse: Der Gero-Codex und die Goldene Bulle. Beide wurden in das von der UNESCO 1992 gegründete Programm Memory-of-the-World aufgenommen. Dieses Verzeichnis dient dem Erhalt des dokumentarischen Erbes der Menschheit.

Der Gero-Codex ist ein Evangelistar, das in den 60er Jahren des 10. Jahrhunderts im Auftrag von Erzbischof Gero von Köln im Skriptorium des Klosters Reichenau geschrieben und gemalt wurde. Die europaweit erhaltenen Reichenauer Prachthandschriften wurden 2003 in das UNESCO-Register Memory-of-the-World aufgenommen.

Die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. ist das Gesetz des alten Reiches, das die Kaiserwahl durch die Kurfürsten regelte und von dem jeder Kurfürst ein Exemplar besaß. Auf gemeinsamen Vorschlag Österreichs und Deutschlands wurden die sieben Originale der Goldenen Bulle im Juni 2013 in das UNESCO-Register Memory-of-the-World aufgenommen. Alle Originale liegen in verschiedenen Archiven und Bibliotheken in Deutschland und Österreich. In der ULB wird das Kölner Exemplar aufbewahrt.

Wie gelangten diese Handschriften nach Darmstadt? Was weiß man heute über das damals verwendete Material und deren Herstellung? Welche Bedeutung hatten Sie zur Zeit ihres Entstehens? Was bedeutet die Aufnahme in das Weltdokumentenerbe? Und wie bewahrt man diese wertvollen Bibliotheksbestände am Besten auf?

Einen guten Ein- und Überblick hierzu liefert das im Jahr 2013 veröffentlichte Video. Experten der ULB kommen zu Wort und schildern den Werdegang der Schätze von ihrer Entstehung bis heute.