Digitalisierung on Demand - FAQ

FAQ

Rund ums Bestellformular

Im wesentlichen die grauen Felder / Bereiche.

Zwingend vor allem Adresse und Unterschrift des Kunden (ersatzweise Email-Ausdruck oder Fax-Kopie anheften), dazu die Liefer- und Zahlungsart sowie die eindeutige Bezeichnung, was woraus geliefert werden soll.

Seite bedeutet hier Buchseite. Jede Buchseite kostet die angegebenen 50 Cent. Dabei ist es unerheblich, ob wir die Seite neu für Sie gescannt haben, oder aus dem digitalen Archiv holen und ausliefern.

Nein. Wir arbeiten grundsätzlich nach der Methode: Eine Buchseite ist ein Bild.

Siehe auch Gebühren und Kosten

Ein Beispiel:

Pro (Buch-)Seite 0,50 €. Dazu kommen die Kosten für das Liefermedium (z.B. Papier).

4 Seiten auf A4-Papier wären also (4x0,50) + (4x0,30) = 3,20 Euro.

Der Bestellwert liegt damit unter 5 €, deshalb kommt die Bearbeitungsgebühr von 2,50 Euro oben drauf.

Damit ergibt sich ein Gesamtpreis von 5,70 Euro.

Bei Abholung im LS ist das der zu zahlende Preis.

Bei Lieferung per Post wird auf der Rechnung dann noch das Porto draufgeschlagen (in D: 1,45 €, Europa: 4,-, Übersee: 8,-).

Generell nein. In Einzelfällen kann eine Rückfrage bei der gebenden Bibliothek Klarheit schaffen.

Konservatorische Handhabung / Bestandserhaltung

Das Buch bzw. dessen Zustand lassen ein Kopieren / Scannen nicht zu. Das Dokument/Buch würde dabei kaputtgehen. In manchen Fällen kann auch der Zerstörungs-, Zerfallsgrad oder Schimmelbefall der Grund sein.

Technische Fragen (Dateiformate, Farbmanagement etc.)

Nein.

Nein. Wir behandeln die gescannten Bildern nicht mit OCR (Optical Character Recognition = Texterkennung). Sie bekommen die puren Bilder geliefert. Es ist also auch kein Copy-und-Paste oder Öffnen mit Ihrer Textverarbeitung möglich.

Was ist erlaubt, was nicht – rund ums Urheberrecht

In Deutschland erlischt das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tode der Urheberin oder des Urhebers. Diese gemeinfreien Werke dürfen beliebig genutzt werden.

Bei wissenschaftlichen Editionen, Bearbeitungen oder Übersetzungen eines Textes entsteht zusätzlich ein Urheberrecht des Bearbeitenden bzw. Übersetzenden, das wiederum 70 Jahre nach deren Tod endet.

Momentan (Stand 2011) geht man allgemein von einem gemeinfreien Werk aus, wenn das Erscheinungsjahr vor 1920 liegt.

Das Urheberrecht setzt dem Vervielfältigen=Kopieren enge Grenzen.

Es unterscheidet nach

  • dem Zweck, für den eine Vervielfältigung hergestellt wird
  • ob eine Papierkopie oder eine digitale Kopie angefertigt wird
  • welcher Anteil eines Werks vervielfältigt wird
  • wie das Werk verfügbar ist.

Gemeinfreie Werke (70 Jahre nach Tod der Urheberin oder des Urhebers) dürfen (fast) beliebig vervielfältigt und verbreitet werden.

Geschützte Werke dagegen dürfen nur für wissenschaftliche oder private Zwecke vervielfältigt werden – eine Verbreitung (z.B. Kopieren und Verteilen, Drucken lassen, auf eigene Website stellen) ist ohne Einholung der Erlaubnis durch die Rechteinhaberin oder den Rechteinhaber fast komplett untersagt.

Wird die Vervielfältigung für den eigenen wissenschaftlichen Gebrauch benötigt, ist eine Kopie (Papierform oder digital) von Teilen eines Werks zulässig, wenn sie zu diesem Zweck geboten ist, also ein Kauf oder eine Ausleihe außer Verhältnis zum verfolgten Zweck steht. Ein eigener wissenschaftlicher Gebrauch liegt auch vor, wenn Studierende zu Studienzwecken vervielfältigen.

Es dürfen nur einzelne Vervielfältigungsstücke hergestellt werden. Das bedeutet, dass eine Vervielfältigung als Papier-Reader für alle Teilnehmer einer Lehrveranstaltung an einer Hochschule nicht vom geltenden Urheberrecht gedeckt wird. Erlaubt ist es dagegen, ein Bibliotheksexemplar den Studierenden zur Verfügung zu stellen, damit diese davon eine Kopie eines Teils daraus für sich herstellen.

Ganze Werke dürfen nur vervielfältigt werden, wenn das Werk mindestens 2 Jahre vergriffen, d.h. über den Buchhandel nicht mehr erhältlich ist. Für den eigenen wissenschaftlichen Gebrauch kann das Buch in diesem Fall kopiert oder gescannt werden. Das Kopieren oder Scannen können Sie auch als Auftrag an einen Copyshop oder an die ULB vergeben.

Dies gilt auch für Vervielfältigungen, die ein Buch oder ein Zeitschriftenheft nicht insgesamt, aber mit allen wesentlichen Hauptbestandteilen und mehr als 90% des Inhaltes umfassen.

Vervielfältigungen (Papierkopie oder Scan) können beim DIZ als Repro-Auftrag in Auftrag gegeben werden, wenn die Auftraggebenden die Vervielfältigung in zulässiger Weise auch selbst hätten herstellen dürfen.

Aufträge zum Kopieren oder Scannen vollständiger Werke mit urheberrechtlichem Schutz werden von der Universitäts- und Landesbibliothek nicht angenommen.

Die Urheberin oder der Urheber allein darf entscheiden, ob und wie ihr oder sein Werk verwertet wird. Sie können daher grundsätzlich auch Vervielfältigungen von ihren Werken anfertigen und diese auf die eigene Homepage oder auf den Hochschulpublikationsserver laden. Haben sie allerdings bereits einen Verlagsvertrag über die Veröffentlichung des Werks geschlossen, kann die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung eine Vertragsverletzung darstellen.

Wer eigene Werke im Internet zum Abruf bereitstellen möchte, muss sich die Rechte im Verlagsvertrag ausdrücklich vorbehalten haben.

Das Bereitstellen von digitalisierten fremden Werken zum Abruf über das Internet ist nach geltendem Urheberrechtsgesetz grundsätzlich verboten.

Die einzige zulässige Ausnahme bilden zugriffsgeschützte Lernplattformen mit individueller Nutzeranmeldung. Zur Verwendung in der Lehre oder für einzelne Forschungsprojekte können folgende Vervielfältigungen hergestellt und zur Nutzung in die Lernplattform eingestellt werden:

  • Kleine Teile eines Werks (max. ca. 15% eines Werks – diese Prozentangabe ist eine grobe Richtlinie, steht nicht im Gesetz)
  • Werke geringen Umfangs wie Aufsätze, Novellen, Gedichte (max. 25 Seiten) oder Musikeditionen (max. 6 Seiten) oder Filme (max. 5 min.) oder Musikstücke (max. 5 min.) oder Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen;
  • Einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften.
  • Vollständige oder im Wesentlichen vollständige Werke, die keinen geringen Umfang haben, dürfen nicht hochgeladen werden. Bei Ausschnitten von Filmwerken ist ein Hochladen erst zwei Jahre nach dem Kinostart zulässig.

Dies regelt das sog. Zitatrecht.

Einzelne Stellen eines veröffentlichten Werkes können in einer wissenschaftlichen Arbeit angeführt werden (Kleinzitat).

Vollständige Werke wie einzelne Werke der bildenden Kunst oder einzelne Gedichte können nur im Ausnahmefall übernommen werden: Es muss sich um veröffentlichte Werke handeln, deren vollständige Aufnahme in ein wissenschaftliches Werk zur Erläuterung ihres Inhalts erforderlich ist (Großzitat).

Anthologien können daher nur mit Zustimmung der Urheberinnen oder Urheber oder ihrer Verlage erstellt werden. Bei jedem Zitat aus einem anderen Werk ist die Quellenangabe erforderlich. Für gemeinfreie Werke gelten die Bestimmungen des Zitatrechts zwar nicht, doch gebieten die Grundsätze der wissenschaftlichen Redlichkeit auch hier die Quellenangabe.

Liegt kein Fall einer freien oder erlaubnisfreien Nutzung eines Werks vor, ist in jedem Fall vor der Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Zugänglichmachung von der jeweiligen Rechteinhaberin oder Rechteinhaber (Urheberinnen oder Urheber, Verlag) das erforderliche Nutzungsrecht einzuholen.