HeFDI - Hessische Forschungsdateninfrastrukturen

HeFDI – Hessische Forschungsdateninfrastrukturen

Forschungsdatenmanagement in Hessen

Das Referat Forschungsdaten an der ULB Darmstadt ist teil des landesweiten Projekts HeFDI (Hessische Forschungsdateninfrastrukturen). Das Projekt ist Teil einer Gesamtstrategie der hessischen Hochschulen zum Aufbau von Dienstleistungen für das Forschungsdatenmanagement, die dem digitalen Wandel gerecht werden und ihn unterstützen.

Es wird aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst mit 3,25 Mio. Euro finanziert. Die Laufzeit beträgt knapp 5 Jahre (Mai 2016 bis Dezember 2020).

Hintergrund

Viele Forschungsfelder setzen in wachsendem Maße auf digitale Forschungsdaten. Ihre Menge wächst dabei stetig an, ebenso vervielfachen sich die Möglichkeiten, diese Daten zu analysieren. Diese Daten haben einen hohen Wert und müssen – ganz im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis – in allen Phasen des Datenlebenszyklus verantwortungsvoll gesichert werden sowie zugänglich und reproduzierbar sein.

Um diesem digitalen Wandel an den Hochschulen gerecht zu werden, bedarf es verschiedener Infrastrukturen und Angebote zur Unterstützung der Forschenden im Umgang mit ihren digitalen Forschungsdaten. Daher arbeiten zehn hessische Hochschulen und die Verbundzentrale des Hessischen Bibliotheks- und Informationssystems unter Federführung der Philipps-Universität Marburg beim Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur zusammen.

Diese Forschungsdateninfrastruktur soll die notwendigen organisatorischen und technologischen Prozesse anstoßen und koordinieren, um Forschungsdatenmanagement an den beteiligten Hochschulen zu verankern. Dazu gehören nicht nur ein technisches Angebot, etwa in Form eines Repositoriums, sondern auch Beratung und Serviceleistungen.

Konkret bedeutet dies,

  • an den beteiligten hessischen Hochschulen die Verabschiedung von Forschungsdatenpolicies anzustoßen;,
  • bei allen Partnern Schulungs- und Beratungsangebote entwickeln,
  • im Vorfeld von Drittmittelanträgen zu Datenstrategien und Datenmanagementplänen zu beraten,
  • ein gemeinsames Informationsportal zu entwickeln,
  • den Forschenden Informationen zu Rechtsfragen (Lizenzen, Datenschutz) zur Verfügung zu stellen,
  • lokale Ablagen zur Sicherung, Archivierung und Publikation von Daten (Repositorien) so zu entwickeln, dass sie hessenweit vernetzt und mit Metadaten verknüpft sind;,
  • bei aktiv genutzten Daten zu unterstützen, d.h. zu Tools, Versionierung und Lizenzierung.

Um dies auf sichere Füße zu stellen, werden in der ersten Projektphase (2016 bis 2018) einzelne dieser Elemente mit Piloten getestet. Ebenso wird ein Gesamtkonzept zur Hessischen Forschungsdateninfrastruktur entwickelt.

Projektpartner und Umsetzung

Folgende Hochschulen arbeiten im Projekt Hessische Forschungsdateninfrastrukturen zusammen:

  • Philipps-Universität Marburg (Federführung)
  • Technische Universität Darmstadt
  • Hochschule Darmstadt
  • Goethe-Universität Frankfurt
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Hochschule Fulda
  • Hochschule Geisenheim
  • Justus Liebig-Universität Gießen
  • Technische Hochschule Mittelhessen
  • Universität Kassel
  • HeBIS-Verbundzentrale

Umgesetzt wird das Projekt durch Forschungsdatenreferent/innen an allen Partnerhochschulen. Die Hochschulbibliotheken und Hochschulrechenzentren an den Standorten sind zentrale Kooperationspartner des Projekts. Teilweise sind auch die Forschungsabteilungen der Zentralverwaltung eingebunden.