Datenmanagementplan

Datenmanagementpläne

Was ist ein Datenmanagementplan (DMP)?

Mit einem Datenmanagementplan können Sie systematisch beschreiben, wie Sie mit Ihren Forschungsdaten umgehen werden, wie Sie sich die Speicherung, Verzeichnung, Pflege und Verarbeitung Ihrer Daten vorstellen. Eine solche Planung und Dokumentation ist wichtig, um Ihre Daten für spätere zeitpunkt und auch für Dritte interpretierbar und nachnutzbar zu machen.

Sinnvoll ist es, bereits vor Projektbeginn festzulegen, welche Verantwortlichkeiten im Umgang mit Forschungsdaten vorliegen und beispielsweise folgende Aspekte zu klären:

  • Welche Daten werden erzeugt und genutzt?
  • Um welche Art von Daten handelt es sich?
  • Welche Daten sollen oder müssen warum aufbewahrt werden?
  • Welche Zusatzinformationen sind für das Verstehen der Daten notwendig?
  • Wann erfolgt die Datenauswahl?
  • Wie lange sollen die Daten aufbewahrt werden?
  • Wann und wohin werden die Daten übergeben?
  • Wer darf die Daten nutzen?

Es geht insgesamt darum, sich über die Prozesse und Technologien während des gesamten Lebenszyklus von Forschungsdaten klar zu werden.

Aspekte eines Datenmanagementplans
Aspekte eines Datenmanagementplans

Datenmanagementplanvorgaben von Forschungsförderern

Verstärkt fordern Forschungsförderer im Rahmen von Drittmittelprojekten die Erstellung von DMPs ein, dies gilt insbesondere für EU-geförderte Projekte.

Falls Sie planen, einen Antrag im Rahmen des EU-Programms Horizon2020 zu stellen, bietet sich zur Erstellung das vom britischen Digital Curation Centre (DCC) entwickelte Webtool DMPonline an, da sich die entsprechenden Vorgaben im Rahmen dieses Förderprogramms dort explizit wiederfinden.

Sie können sich dort direkt unter Angabe Ihrer TU-Mailadresse und eines Passwortes einen Zugang einrichten und haben dann die Möglichkeit, anhand verschiedener Fragestellungen einen Datenmanagementplan zu entwickeln. Diesen können Sie in verschiedenen Formaten exportieren.

Diese Präsentation der DFG zum „Datenmanagementpläne und ihre Bedeutung im Forschungsdatenmanagement“ von März 2015 veranschaulicht die Bedeutung und mögliche Verankerung von Datenmanagementplänen in DFG-Projekten.

Einen deutschsprachigen Leitfaden, den Sie für Ihre Vorhaben nutzen können, hat das WissGrid-Projekt herausgegeben.

DMPs an der TU Darmstadt

Die TU Darmstadt empfiehlt in ihren Leitlinien zum Umgang mit digitalen Forschungsdaten an der TU Darmstadt allen Mitgliedern der TU die Aufstellung eines DMPs:

„Die Universität empfiehlt die Aufstellung eines Plans für den Umgang mit Forschungsdaten bereits vor Beginn eines Forschungsvorhabens, um einen systematischen und nachhaltigen Umgang mit den Daten zu gewährleisten. Ein Forschungsdatenmanagementplan enthält eine Beschreibung aller relevanten im Laufe des Vorhabens entstehenden Daten sowie ein Konzept für den Umgang mit ihnen im Hinblick auf Genauigkeit, Vollständigkeit, Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit und Verbleib, sowie Urheber- und Nutzungsrechte. Dabei sind fachspezifische Besonderheiten und Standards zu berücksichtigen und der Plan dem jeweils aktuellen Verlauf des Vorhabens anzupassen.“

Insbesondere hat sich die Erstellung von DMPs im Vorfeld von Drittmittelanträgen auch bei DFG-Projekten bewährt. Dazu existiert an der TU eine für Ihr Projekt anpassbare Vorlage. Konkrete und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Unterstützung dazu bietet das Referat Forschungsdaten an der ULB. Kontaktieren sie uns gerne.